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Dieses wunderbare Bild (im Internet gefunden, Ursprung leider nicht recherchierbar) drückt so hervorragend aus, worum es in einem Unterricht zum GlücklichSEIN geht – um Freiheit, Lebensfreude und Lebenskraft.

Die Hauptfrage, die im Rahmen von Schulunterricht oft gestellt wird ist, warum man einen Unterricht anbieten sollte, der sich mit der Frage des GlücklichSEINs oder dem Wohlergehen befasst? Als Anwort passt dann Senecas Kritik an Schule umgekehrt zum „Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir.“

Als Lehrerin zeigte sich mir in vielen Jahren des Unterrichts, dass über die Unterrichtsinhalte hinaus ein Mehr benötigt wird. So entwickelte sich das Modellprojekt zur Stärkung der Fähigkeiten und der Lebensfreude unserer SchülerInnen fast von selber.

Im Februar 2007 startete das Modellprojekt „GlücklichSEIN – wie geht das?“ gemeinsam mit meinem Kollegen Dr. Erich Reisen (prakt. Philosophie) und wurde bis zum Sommer 2014 als ganzjähriges Unterrichtsprojekt jeweils einer Klasse angeboten.

Die Erfahrung zeigte, dass diese Klassen in ihren sozialen Bindungen besonders stabil, achtsamer im Umgang mit einander wurden und bessere Abschlüsse erlangen. Auch berichteten KollegInnen, dass diese Gruppen angenehmer und aufmerksamer im Unterricht seien. Dies freute uns genauso, wie der häufig von den SchülerInnen persönlich und direkt ausgesprochenen Dank für das Vermittelte.

 

 

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4 Gedanken zu “Das Unterrichtsprojekt

  1. Man sollte tatsächlich fächerübergreifend viel öfters dieses Thema diskutieren. Im Sportunterricht kann man gute Körperübungen machen, die Selbstbewusstsein und Vertrauen stärken und auch gruppensynamische Prozesse anregen (nicht immer nur höher, schneller, weiter, besser… aber: das AUCH natürlich! Die Jugendlichen müssen unbedingt aus ihrer Komfortzone heraus geholt werden, denn „glücklich sein“ ist nicht so einfach mal eben her zu stellen!) In Ethik oder Religion kann das Thema behandelt werden (wird aber selten), Musik und Kunst sowieso (Sinnfrage). Lernen ist nicht nur eine Beschäftigung mit dem Stoff an sich (aus klassischer Sichtweise heraus) sondern immer auch ein Begegnung mit sich selbst! Egal in welchem Fach. Nur sind darauf die Lehrpläne nicht ausgelegt.
    „Glücklich sein“ ist ein großes Thema, dem sich die ganze Gesellschaft gar nicht stellt, daher wirkt es auch an einer Schule deplaziert, als „Fach“ sozusagen. Wie kann man denn „glücklich sein“ mit Schulnoten bewerten? Ich finde, man müsste wesentlich früher mit diesem Thema an die Heranwachsenden heran treten und die Eltern mit einbeziehen. Aber in der Tat macht es großen Sinn, Jugendliche, die gerade in der Phase der Stellung aller möglichen Sinnfragen sind, für dieses Thema zu begeistern!

    1. Liebe Golda, danke für den Kommentar!
      Sie haben vollkommen recht, das Thema ‚wie geht das mit dem GlücklichSEIN‘ kann und sollte wunderbar in den meisten Unterrichtsfächern eingebunden werden.
      Lezte Woche habe ich die Präsentationen von Prof. Gerald Hüther (Neurobiologe) und Margret Rasfeld Schule Berlin Zentrum mit ihren SchülerInnen gesehen udn war wieder einmal begeistert zu sehen, dass es zum Glück Schulen gibt, die sich ensthaft mit der Umsetzung der Forschungsergebnisse der positiven Psychologie befassen.
      Leider sind dies immer noch Ausnahmen, aber immerhin es beginnt. Und Projekte wie das meine für Jugendliche und junge Erwachsene oder die wochenweise an Grundschulen angebotenen Glücksprojekte von Herrn Fritz-Schubert sind hoffentlich auf einem guten Weg Schule zu verändern.

    1. Lieber Herr Judmaier,
      herzlichen Dank für Ihren positiven Kommentar. Aktuell lektoriere ich die Endfassung meines Lehrerhandbuches für die Jahrgänge 5 – 8 und die Arbeit daran und mit den SchülerInnen macht auch mir immer wieder Spaß.
      Mein Ziel mit der Veröffentlichung meiner Unterrichtskonzepte und meiner Erfahrung ist, es so leicht wie möglich für KollegInnen zu machen selber dieses wunderbare Thema anzugehen. Ich hoffe, damit einen Beitrag leisten zu können wie Schule unterstützender sein kann. Übrigens passiert da, meines Wissens nach in Österreich auch eine ganze Menge diesbezüglich.
      Ihnen ein gelingendes 2014
      Anne Katrin Voss

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